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Amtsärztliche Überprüfung ...

... Heilpaktiker*in (uneingeschränkte Heilerlaubnis)
... Heilpaktiker*in für Psychotherapie (eingeschränkte Heilerlaubnis)

An dieser Stelle möchten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zur amtlichen Überprüfung nach dem Heilpraktikergesetz (HPG) beantworten. Alle weiteren Details und Informationen zur Heilpraktikerprüfung in der Region Hannover finden Sie auf der Infoseite des Gesundheitsamts.


Welche Voraussetzungen müssen für die Zulassung zur Prüfung erfüllt werden?

  • Hauptschulabschluss
  • Die Prüfung kann frühestens drei Monate vor Erreichen der Mindestaltersgrenze von 25 Jahren abgenommen bzw. abgelegt werden.
  • Das amtliche Führungszeugnis darf nicht älter als einen Monat sein: Polizeiliches Führungszeugnis beantragen
  • Die ärztliche Bescheinigung der gesundheitlichen Eignung zur Berufsausübung als Heilpraktiker*in darf ebenfalls nicht älter als einen Monat sein.
  • Antragstellung rechtzeitig: Anmeldeschluss ist der 10. Januar für die Märzprüfung und der 10. August für die Oktoberprüfung
  • Antragstellung vollständig: Bitte informieren Sie sich beim am Ort Ihrer geplanten Berufsausübung zuständigen Gesundheitsamt (Suche Gesundheitsämter), welche Unterlagen aktuell der Antragstellung beizufügen sind.
    Für Hannover finden Sie das auf der Infoseite des Gesundheitsamts in den Dokumenten zur 'Durchführung des Verfahrens zur Erteilung einer Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung'.

Wie läuft die Prüfung ab (Termine, Dauer & Modus)?

  • Die amtsärztliche Überprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Bei Nichtbestehen eines Teils gilt die gesamte Heilpraktiker-Prüfung als nicht bestanden. Die Überprüfung bezweckt grundsätzlich die Abwehr von Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung.
  • Termine: 2x jährlich mit dem schriftlichen Teil am 3. Mittwoch im März und am 2. Mittwoch im Oktober
  • Umfang schriftlicher Teil
    • Heilpraktiker*in: 60 Fragen in 120 Minuten
    • Heilpraktiker*in (Psychotherapie): 28 Fragen in 60 Minuten
    • multiple-choice-Verfahren, 75% der Prüfungsfragen sind richtig zu beantworten
  • Umfang mündlicher Teil: Überprüfungsgespräch bis zu ca. 45 Minuten

Wo wird die Heilpraktikerprüfung abgenommen?

  • Die Heilpraktikerprüfungen finden im für den Ort der geplanten Berufsausübung (Praxis-Adresse) zuständigen Gesundheitsamt statt.
    Das für Ihr Gebiet zuständige Gesundheitsamt finden Sie leicht mit der Suche des Robert-Koch-Instituts.
  • Schriftliche Überprüfungen finden für die Schüler*innen der Heilpraktikerschule Lebensblüte in der Regel in Hannover statt.
  • Mündliche Überprüfungen werden auf amtliche Einladung in Hannover oder Lüneburg abgenommen.

Wie viel kostet die Heilpraktikerprüfung?

  • Die Kosten für die Heilpraktikerüberprüfung variieren je nach Bundesland zwischen 500,-- und 1.000,-- Euro.
  • In Hannover kostet eine vollständig bestandene Prüfung ca. 1000,-- Euro (Stand 2019).

Welches Wissen wird in der Prüfung als Heilpaktiker*in erwartet?

Quelle (Stand Juni 2019): Infoseite des Landes Niedersachsen

  • Berufs- u. Gesetzeskunde einschließlich rechtlicher Grenzen der Ausübung der Heilkunde ohne Approbation als Ärztin/Arzt
  • Grenzen und Gefahren diagnostischer und therapeutischer Methoden der Heilpraktikerin / des Heilpraktikers
  • Grundkenntnisse in Anatomie, pathologischer Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie
  • Grundkenntnisse in der allgemeinen Krankheitslehre, Erkennung und Unterscheidung von Volkskrankheiten, insbesondere der Stoffwechselkrankheiten, der Herz-Kreislaufkrankheiten, der degenerativen Erkrankungen, der übertragbaren Krankheiten, der bösartigen Neubildungen sowie ernster seelischer Erkrankungen
  • Erkennung und Erstversorgung akuter Notfälle und lebensbedrohender Zustände
  • Praxishygiene, Desinfektion und Sterilisation
  • Deutung grundlegender Laborwerte
  • Technik der Anamneseerhebung
  • Methoden der unmittelbaren Krankenuntersuchung (Inspektion, Palpation, Perkussion, Auskultation, Reflexprüfung, Puls- und Blutdruckmessung)
  • Injektions- und Punktionstechniken

Welches Wissen wird in der Prüfung als Heilpaktiker*in für Psychotherapie erwartet?

Quelle (Stand Juni 2019): Infoseite des Landes Niedersachsen

  • Berufs- und Gesetzeskunde einschließlich rechtlicher Grenzen der Ausübung der Heilkunde beschränkt auf Psychotherapie ohne Approbation als Psychotherapeut*in
  • Grenzen und Gefahren diagnostischer und therapeutischer Methoden bei der Ausübung einer Tätigkeit als Heilpraktiker*in beschränkt auf Psychotherapie
  • Kenntnisse über die Abgrenzung psychischer von somatischen Störungen, insbesondere von Volkskrankheiten, Stoffwechselerkrankungen, Systemerkrankungen und degenerativen Erkrankungen
  • Erkennung akuter Notfälle und lebensbedrohlicher Zustände
  • Kenntnisse von Symptomen und Erscheinungsbildern derartiger psychischer Störungen, die Gefahren für Patient*innen und dritte Personen darstellen, so dass deren Behandlung ausschließlich durch Psychotherapeut*innen mit Approbation angezeigt ist
  • Ausreichende diagnostische Fähigkeiten in Bezug auf das seelische Krankheitsbild
  • Kenntnisse in psychologischer Diagnostik, in Psychopathologie und klinischer Psychologie
  • Grundkenntnisse der entwicklungs-, sozial-, persönlichkeits- und neuropsychologischen Grundlagen der Psychotherapie
  • Grundkenntnisse der Konzepte über die Entstehung, Aufrechterhaltung und den Verlauf psychischer und psychisch mitbedingter Erkrankungen verschiedener Altersgruppen
  • Grundkenntnisse der psychosomatischen und der psychiatrischen Krankheitslehre
  • Medizinische und pharmakologische Grundkenntnisse im Bereich der Psychotherapie
  • Fähigkeit, die Patient*innen entsprechend ihrer Diagnose zu behandeln
  • Ausschluss von Gefahren bei Ätiologie, Indikation und Therapieplanung, Dokumentation, Evaluation, Kooperation mit den anderen Berufsgruppen des Gesundheitswesens

Wo finde ich die amtlichen Vorgaben zur Überprüfung von Heilpraktikeranwärterinnen und -anwärtern?

Weitere FAQs zur amtsärztlichen Überprüfung


Wann sind die Termine der Heilpraktikerprüfung?

Die Prüfungen finden bei den Gesundheitsämtern 2x jährlich (Frühjahr und Herbst) statt. Zumeist sind die Termine für die schriftliche Prüfung der 3. Mittwoch im März und der 2. Mittwoch im Oktober.
Im Nachgang zur bestandenen schriftlichen Heilpraktiker-Prüfung werden Sie zur mündlichen Prüfung vom Prüfungsträger eingeladen.

Wie hoch ist die Bestehensquote / Durchfallquote in der Heilpraktikerprüfung?

Die Bestehensquote hängt u.a. vom prüfenden Gesundheitsamt, der ausbildenden Schule und dem Lerneifer der Schüler*innen ab und schwankt. Offizielle Zahlen werden aus Datenschutzgründen vom Gesundheitsamt nicht veröffentlicht. Kursierende Angaben sind in der Regel Mutmaßungen oder unbelegte Behauptungen.

Ihre ausgewählte Heilpraktikerschule sollte für ihre Prüflinge die aktuelle Bestehensquote nennen können. Fragen Sie sie!

Was passiert, wenn ich durch die Heilpraktikerprüfung falle?

Nichts - Sie erhalten keine Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung und dürfen keine Praxis gründen.
Die Prüfung liegt auf hohem Niveau, ähnlich dem Physikum im Medizinstudium. Deshalb sollten Sie sich nicht entmutigen lassen und es erneut versuchen. Ihre Prüfungsgebühr ist leider erneut zu entrichten.

Wie oft kann man die amtsärztliche Überprüfung wiederholen?

Beliebig oft - es gibt keine Begrenzung für die Wiederholung der Heilpraktikerprüfung. Sie können es so oft versuchen, wie Sie möchten.

Warum wird ein Führungszeugnis benötigt?

Mit dem polizeilichen Führungszeugnis soll Ihre untadelige Reputation belegt werden. Sie dürfen keine Vorstrafe oder anderweitige Verurteilung wegen einer Straftat haben.
Daher wird zur Zulassung zur Heilpraktikerprüfung vom Gesundheitsamt Ihr polizeiliches Führungszeugnis als Nachweis verlangt: Polizeiliches Führungszeugnis beantragen


Quellenangaben: Gesundheitsamt Hannover, Land Niedersachsen, Bundesanzeiger

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