Traumatherapie / -beratung



Ausbildung Psychotraumatologie und Traumatherapie / Traumaberatung

In der psychotherapeutischen Praxis begegnen uns unweigerlich auch Menschen, deren psychische oder psychosomatische Störungen auf einem Trauma beruhen. Häufig werden Traumata aber nicht erkannt und nur die Angststörung, die Depression oder der Paarkonflikt bearbeitet, ohne den traumatischen Hintergrund zu berücksichtigen. Oft steht z.B. eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) dahinter.

Traumata sind plötzliche, bedrohliche, ausweglose und unausweichliche Ereignisse, die unbehandelt oft jahre- und jahrzehntelang nicht nur als Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), sondern auch mit vielfältigen anderen psychischen Störungen ihre Spuren hinterlassen.
Dazu gehören lebensbedrohliche Erkrankungen, Unfälle, Naturkatastrophen, plötzliche Verluste durch Trennung oder Tod / Suizid, Demütigungen, häusliche Gewalt, Misshandlungen und sexualisierte Gewalt.
Die Folge sind Gefühls-, Wahrnehmungs-, Gedächtnis-, Kommunikations-, Beziehungs-, Verhaltens- und Körperreaktionsstörungen, die sich in unterschiedlichsten Krankheitsbildern manifestieren können.

Die Trauma- und die Gehirnforschung haben seit den 90er-Jahren viel dazu beigetragen, dass heute für die Traumatherapie wirksame therapeutische Konzepte vorliegen, die eine schonende Durcharbeitung von Traumata ermöglichen.

Auf der Grundlage der Konzepte von L.-U. Besser, U. Sachsse, M. Huber, A.Korittko/K.H. Pleyer und L. Reddemann werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Geschichte der Traumatologie
  • Neurophysiologie in der Traumaforschung
  • Grundhaltungen zu Traumatisierung und Retraumatisierung
  • Monotrauma, Multitrauma und sequentielles Trauma
  • Psychopathologie und verschiedene Störungen in Zusammenhang mit Traumata
  • Anpassungsstörung, Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), Persönlichkeitsveränderung und Dissoziative Identitätsstörung („Multiple Persönlichkeit”)
  • Die „traumatische Zange”
  • Aufbau einer traumaspezifischen, therapeutischen Beziehung
  • Achtsame Diagnose von Traumata
  • Stabilisierungstechniken (Psychoedukation, Stresscoping und Selfmanagment)
  • Imaginationstechniken (u.a. Imagination eines Inneren Gartens, Innere Helfer, Tresor, Sicherer Ort...)
  • Reorientierungs- und Dissoziationsstopptechniken
  • Klopftechniken
  • Arbeit mit dem Inneren Kind
  • Imagination einer Inneren Bühne
  • Trauma-Konfrontation und -durcharbeitung (u.a. Screentechnik)
  • Trauer, Reintegration und Neuorientierung
  • Berücksichtigung findet auch ein neuer Ansatz der systemischen Traumatherapie und die traumaspezifische Arbeit mit Familien, die Traumata von außen oder von innen erlebt haben

Teilnahmevoraussetzung für die Ausbildung „Psychotraumatologie und Traumaberatung / Traumatherapie” der Lebensblüte Hannover ist die Qualifikation in einem psychotherapeutischen Verfahren oder in Ausnahmefällen ein Vorgespräch mit dem Kursleiter.

Dozent:Jens-H. Kuhlmey, Heilpraktiker (Psychotherapie)
Termine:Freitag 17-21 Uhr, Samstag/Sonntag jeweils 10-17 Uhr
11.-13.11.2011, 18.11., 25.11., 2.12., 9.12., 16.12., 13.-15.1.2012, 20.1., 27.1., 3.2., 10.2. und 17.-19.2.2012
 Diese Ausbildung findet alle 2 Jahre statt. Der nächste Termin wird in 2013 sein.
Kosten:900,- Euro inkl. Zertifikat
(Ratenzahlung 3 Monate á 320,- Euro ist möglich)


An dieser Stelle möchten wir Sie neben den Ausbildungen zum Heilpraktiker bzw. zum Heilpraktiker (Psychotherapie) / HPS besonders auf unsere Ausbildungen in Homöopathie, Phytotherapie, Focusing, Gesprächspsychotherapie, CranioSacrale Psychotherapie, NLP I & NLP II sowie in der Ernährungsberatung / -therapie & Systemischen Familientherapie aufmerksam machen.

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